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Seez-Projekt geht in die Mitwirkung

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Das überarbeitete Hochwasserschutzprojekt an der Seez geht in die nächste Phase. Am Dienstag, 3. März, lädt der Kanton St. Gallen zusammen mit den Gemeinden Mels, Flums und Walenstadt zu einer Informationsveranstaltung ein. Danach startet das Mitwirkungsverfahren. 

Der Kanton St. Gallen will gemeinsam mit den Gemeinden Mels, Flums und Walenstadt die Hochwassersicherheit der Seez erhöhen. Zwei Abschnitte wurden bereits umgesetzt. Nun steht die dritte Etappe an. Sie umfasst ein Teilstück von rund vier Kilometer Länge zwischen dem Geschiebeablagerungsplatz Valaschga und der Brücke Valeiris. Am Dienstag, 3. März, um 19 Uhr, stellen Vertreter von Kanton und Gemeinden zusammen mit Fachexperten das nun vorliegende Vorprojekt in der Flumserei in Flums vor. Der Anlass ist zugleich der Startschuss für die öffentliche Mitwirkung. Sie dauert vom 4. März bis 10. April. In dieser Zeit können Interessierte ihre Anliegen und Hinweise einbringen. 

Früher Austausch mit Direktbetroffenen

Bevor die Fachleute den neuen Entwurf erarbeiteten, trafen sie sich mehrmals mit potenziell direkt betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie Pächterinnen und Pächtern. Die letzten Begehungen fanden im August 2025 statt. An diesen nahmen über 50 Personen teil. Anschliessend folgten weitere, individuelle Gespräche mit rund 20 Parteien. Der intensive Austausch brachte viele wichtige Hinweise für die weitere Projektbearbeitung. Im persönlichen Austausch zeigte sich, dass der Grundtenor der Grundeigentümer im Vergleich zum ersten Projektvorschlag im Grundsatz positiv ist. Gelobt wurden vor allem die transparente Information und der frühzeitige Einbezug. Das nun vorliegende, optimierte Seez-Vorprojekt scheint einen Grossteil der Bedürfnisse zu berücksichtigen. Zudem zeigen sich viele Direktbetroffene im Sinne der Sicherheit kompromissbereit. Dennoch gibt es auch jetzt noch verschiedene Herausforderungen, die in der nächsten Projektphase, der Erarbeitung des Bauprojekts, im Detail angegangen werden. Die Projektleitung zeigt sich zuversichtlich, dass für alle Seiten zufriedenstellende Lösungen gefunden werden. 

Deutlich weniger Konflikte als früher

Die dritte Etappe lag bereits 2014 erstmals öffentlich auf. Damals stiess das Projekt auf grosse Kritik. Besonders drei geplante Retentionsräume auf Landwirtschaftsland sorgten für Widerstand. Das Projekt wurde später sistiert. Der nun stark optimierte Entwurf sieht keine Retention mehr vor. Dank mehrerer Massnahmen kann darauf verzichtet werden. Zu den markantesten Änderungen im Vergleich zum ersten Projekt gehört die konsequente Verlegung des künftigen Seez-Laufs an den Hangfuss. So wird weniger intensiv genutztes Land beansprucht. Gleichzeitig wird die ökologische Vernetzung zwischen Wald und Gewässer verstärkt. Auch Wegverbindungen wurden überarbeitet und die Erschliessung von Waldparzellen kam hinzu. 

Zusätzliche Massnahmen in Flums nötig

Das Vorprojekt beinhaltet neu auch Anpassungen im Siedlungsgebiet in Flums. Dort sind eher geringfügige Massnahmen nötig, damit oberhalb der Siedlung auf die Retention verzichtet werden kann. Nach der Umsetzung aller geplanter Massnahmen soll ein Hochwasser, das statistisch betrachtet etwa alle 100 Jahre auftritt, schadlos abgeleitet werden können. 

Der Informationsanlass in der Flumserei in Flums beginnt am 3. März um 19 Uhr. Am 4. März startet die öffentliche Mitwirkung. Sie dauert bis am 10. April. 

Die Hochwassersicherheit der Seez soll erhöht werden. Um die Bedürfnisse der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer aufzunehmen, fanden in einer frühen Phase des Vorprojekts mehrere Begehungen und Gespräche statt. Foto. Archiv

Die Hochwassersicherheit der Seez soll erhöht werden. Um die Bedürfnisse der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer aufzunehmen, fanden in einer frühen Phase des Vorprojekts mehrere Begehungen und Gespräche statt. Foto. Archiv

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